Das vom BUGATTI Club Italia organisierte Fahrevevent

100 Jahre Type 13 Brescia: Vierfach-Sieg für Bugatti

Es läuft der „Gran Premio delle Vetturette“. Auf dem Kurs Circuito di Montichiari jagen die Rennwagen zwischen den Städten Montichiari und Brescia hin und her. Reifen quietschen, Staub wirbelt durch die Luft. 60 Runden mit jeweils 17,3 Kilometer. Eine enorme Belastung für Mensch und Maschine – und bis heute ein legendäres Rennen: Beim Großen Preis der Voiturettes belegen Bugatti Type 13 die ersten vier Plätze – und zementieren die Motorsport-Kompetenz der französischen Luxusmarke. Der Beiname des Type 13 bis heute: Brescia.

Bilder

  • Eine Legende wird 100 Jahre alt: der Bugatti Type 13 „Brescia“.
  • Der Bugatti Type 13 „Brescia“ ist einer der erfolgreichsten Rennwagen seiner Zeit.
  • Unschlagbar: in den 1920’er Jahren gewinnt der Bugatti Type 13 „Brescia“ so gut wie jedes Rennen, an dem er teilnimmt.
  • Eine Legende wird 100 Jahre alt: der Bugatti Type 13 „Brescia“.
  • Designskizze Bugatti Type 13 „Brescia“ 3-4 Front – Jascha Straub, Bugatti Design.
  • Designskizze Bugatti Type 13 „Brescia“ – Bugatti Design.
  • Das vom BUGATTI Club Italia organisierte Fahrevevent
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Anlässlich des runden Jubiläums veranstaltete der Bugatti Club Italia vom 12. Bis 16. September ein besonderes Event: 40 historische Bugatti-Fahrzeuge, unter anderem der Typen 13, 22 und 23 aus der ganzen Welt, feierten auf den wunderschönen Strecken rund um den Gardasee den historischen Sieg. Start und Ziel war immer die legendäre Stadt Brescia. Seit über 35 Jahren hält der Bugatti Club Italia die Historie der berühmten französischen Luxusmarke lebendig – schon bevor mit dem EB 110 die zweite Ära der Marke beginnt und im Jahre 1991 der erste Supersportwagen der Neuzeit entsteht.

Mit dem Type 13 „Brescia“ läutet Bugatti 1921 im Motorsport eine Trendwende ein. Der offene Sportwagen, der erste seiner Art, sorgt für das Ende der großen und schweren Rennwagen nur wenige Jahre später. Dank seiner leichten Karosserie, dem überlegenen Fahrwerk und den starken Motoren fährt der Type 13 seinen Wettbewerbern ab 1921 davon.

Wie Ernest Jules Friedrich. Der französische Rennfahrer und Mechaniker setzt seit längerer Zeit auf den Type 13, gewinnt ein Jahr zuvor beim berühmten Rennen in Le Mans. In Brescia beim Rennen in der Klasse der Voiturettes fährt er konzentriert Runde für Runde, zirkelt präzise und schnell um die Kurven und erreicht als Erster das Ziel – vor seinen Teamgefährten Pierre de Vizcaya, Michel Baccoli und Pierre Marco.

Als Voiturettes bezeichnet man leichte und wendige Rennwagen. Mit dem Type 13 bietet Bugatti genau solch ein Fahrzeug: 490 Kilogramm leicht, 1,45-Liter-Vierzylinder mit anfangs 40 PS, später 50 PS. Bis zu 150 km/h fährt der offene Zweisitzer, lässt dank Leichtbau und präzisem Fahrwerk hohe Kurvengeschwindigkeiten zu. In dem ab 1910 gebauten Type 13 vereinte Ettore Bugatti seine Ideen, verfeinerte die Technik in den nächsten Jahren stetig weiter und setzte konsequent auf Leichtbau und hochwertige Verarbeitung.

Erster Vierventil-Motor in einem Auto

Ab 1914 erhält der Motor 1,35 Liter Hubraum, ab 1919 erstmals einen Vierventil-Zylinderkopf für schnelleren Gaswechsel. Damit leistet der Vierzylinder 30 PS. Weißmetall für Kurbelwellenlager und Kolben für eine hohe Drehfreude setzt Bugatti ebenso erstmals ein wie eine Benzinpumpe und eine Pumpe, die auf ausgewählte Bauteile gezielt Öl spritzt. Ein einfach zu schaltendes Viergang-Getriebe erleichtert dem Fahrer den häufigen Gangwechsel.

Ab 1921 erhöht Bugatti den Hubraum auf 1,45 Liter, beim späteren Rennwagen kommen neue Kugellager für die Kurbelwelle zum Einsatz, die noch leichter und reibungsärmer laufen. Gleichzeitig erhöhte Bugatti das Verdichtungsverhältnis des Motors und den Vergaserdurchsatz und entschied sich für eine Doppelmagnetzündung mit zwei Zündkerzen pro Brennraum. Damit sorgt der Rennmotor bei hohen Drehzahlen von bis zu 4.500 U/min für eine kraftvolle Verbrennung. Leichte Drahtspeichenräder statt schwerer Holzräder verringern die ungefederten Massen und erhöhen die Agilität. Kurz: Der Type 13 wird im Motorsport zum Maß aller Dinge. Stark, schnell, sehnig. Wie ein rassiger Vollblüter, ein „Pur Sang“.

In den 1920er-Jahren gewinnen die Fahrzeuge von Bugatti fast alle Wettbewerbe, an denen sie teilnehmen. Besonders bei harten Straßen- und Bergrennen sind die leichten, leistungsstarken und zuverlässigen Sportwagen aus Molsheim überlegen – und damit meist unschlagbar.

Nach dem Vierfachsieg in Brescia verkauft die französische Manufaktur 711 Fahrzeuge des Type 13 „Brescia“ mit dem Vierventil-Kopf, dazu 388 Fahrzeuge mit Motoren, die eine leichtdrehende Kurbelwelle mit Kugellager besitzen. Alle nachfolgenden Vierventil- Fahrzeuge tragen sogar offiziell den Namen Brescia in Erinnerung an diesen einzigartigen Erfolg. Das Konzept des Type 13 setzt Bugatti mit anderen Fahrzeuglängen weiter um, wie beim Type 15, Type 17, Type 22 und Type 23. Bis 1926 entsteht der Type 13 in Molsheim, insgesamt verkauft Bugatti rund 2.000 Fahrzeuge des Type 13.

Bugatti Type 35 setzt Rennerfolge fort

Seit 1925 montieren die Mitarbeiter den Type 35. Er führt Bugattis Erfolgsserie fort. In den nächsten Jahren wird er mit über 2.000 Siegen zum erfolgreichsten Rennwagen aller Zeiten. Darunter zwischen 1925 und 1929 fünfmal hintereinander bei der Targa Florio auf Sizilien, einem der härtesten Rennen seiner Zeit – und tritt mit dieser imposanten Erfolgsgeschichte in die Fußstapfen seines erfolgreichen Vorgängers wie ein paar Jahre zuvor in Brescia.

Ansprechpartner

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+33 640 151969
tim.bravo@bugatti.com

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Communications
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nicole.auger@bugatti.com

Marie-Louise Rustenbach

Communications
+49 152 577 05 458
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